Künstler - Zauberer

Umstellung der Frequenzen 

H. Lindwehr

Kulturelle Grundversorgung in Deutschland gefährdet
BDAT fordert 2,5 Millionen Euro Erstattung für Amateurbühnen



HEIDENHEIM. 
Den Amateurtheaterbühnen in Deutschland und damit der kulturellen Grundversorgung in Deutschland droht aufgrund der Umstellung der Frequenzen ein dramatischer Einbruch. Von den 2.400 Mitgliedsbühnen des Bundes Deutscher Amateurtheater (BDAT) werden zahlreiche Gruppen ganz erhebliche Probleme mit der Umstellung der Frequenzen bekommen.
Laut Vorgabe des Bundesrates sollen die bisherigen Nutzer angemessen entschädigt werden. Der bisherige Entwurf einer Richtlinie des Bundeswirtschaftsministeriums sieht eine Entschädigung der Amateurbühnen aber nicht vor. Der Bund Deutscher Amateurtheater e.V. (BDAT) fordert mindestens 2,5 Millionen Euro aus dem Gewinn der Frequenzenversteigerung durch die Bundesnetzagentur! Schon in diesem Sommer wirkt sich die eingeleitete Umstellung der Frequenzen auf die Freilichtbühnen aus, da die bisherigen Anlagen bereits jetzt von starken Tonstörungen betroffen sind.
Die Bühnen fürchten zu Recht um ihre Existenz. Damit ist nicht nur die kulturelle Grundversorgung in Deutschland gefährdet, sondern dieser Richtlinienentwurf ist ein Affront gegenüber den vielen ehrenamtlich Tätigen im Bereich Kultur. Im Europäischen Jahr des Ehrenamtes wird entgegen den zahlreichen Beteuerungen der Politik an den Grundlagen dieses Ehrenamtes gerüttelt, denn die Bühnen verfügen über keine großen Rücklagen oder andere Möglichkeiten für eine Ersatzanschaffung.
Dies bedeutet Frust statt Lust am bürgerschaftlichen Engagement für ca. 100.000 ehrenamtlich aktive Bürgerinnen und Bürger in den Vereinsvorständen und auf den Bühnen. Ebenso werden enttäuschte Zuschauer bei mangelnder Tonqualität fernbleiben. Die zu erwartenden Ausfälle an Einnahmen aufgrund der unzureichenden Technik werden letztlich zur Insolvenz der Vereine führen.
Der BDAT geht davon aus, dass eine Neuanschaffung und/oder Instandsetzung zwischen 10.000 bis 50.000 Euro pro Bühne kostet und fordert das Wirtschaftsministerium auf, dafür Sorge zu tragen, dass dem BDAT und seinen Bühnen für Ersatzanschaffungen mindestens 2,5 Millionen Euro zur Verfügung gestellt werden.
besonders Sympatisch! 
 


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