Künstler - Zauberer

 

 Im Gespräch mit dem Mentalkünstler ER!K

 Er!k Grösche

FRAGEN zur Reihe „ IM GESPRÄCH 

bei Zauberer.de

mit ER!K Psychological Entertainment



Lieber ER!K,

vorab vielen Dank, dass wir mit Dir unsere Reihe  IM GESPRÄCH“ erweitern können.


Z : Du bist ja schon sehr lange Freund, Gönner und eingetragener Künstler in unserem Portal.

Erzähl doch kurz mal unseren Lesern deinen künstlerischen Werdegang vom Anfang

bis jetzt und was hast Du davor eigentlich gemacht ?


E: Mit 17 begann mein Interesse an der Zauberkunst, kurz darauf bereits erste private Auftritte. Dann habe ich erst einmal den klassischen Weg beschritten: eine Ausbildung und ein Studium, und dann arbeitete ich 3 Jahre als Diplom-Ingenieur bei einer Behörde. Parallel dazu habe ich die Hobbyauftritte immer stärker beworben, und mich dann vor über 20 Jahren selbständig gemacht. Der Beginn war ein Jahresengagement im Holiday-Park. Im Laufe der Jahre kam ich zur Mentalmagie, etwas, was ich schon zu Beginn favorisiert hatte, aber ich musste mir ja erst mal das gesamte Zaubererwissen aneignen und mich überall ausprobieren. Nach dem Schwenk zur Mentalmagie kam auch mein Interesse an Mentalismus, was nochmal anders ist. Bei der Mentalmagie mimt ein Zauberkünstler einen Mentalisten, im Mentalismus werden aber oftmals ganz andere Prinzipien verwendet als in der Zauberkunst. Der Mentalismus hat seine Wurzeln bei den Hellsehern und Wahrsagern (Spiritisten), der Zauberkünstler dagegen hat seine Wurzeln bei den „Badern“ im Mittelalter.


Z: Du warst ja Deutscher Meister der Mentalmagie , topp bei der starken Konkurrenz.

Da ruhen sich dann viele lange aus, die es überhaupt bis dahin geschafft haben, Du hast Dich aber weiterentwickelt und nennst Dich u.a. „ einen MENSCHENLESER „

Kannst Du uns dazu etwas sagen , was versteht man darunter , wie wird man ein ML

( Menschenleser) ?

 

 

E: Ich habe mich schon sehr früh mit Psychologie befasst, und besuchte schon vor 25 Jahren Seminare z.B. in der Transaktionsanalyse. Seit fünf Jahren habe ich mir ein zweites Standbein geschaffen – ich bin Heilpraktiker (Psychotherapie) und betreibe eine Praxis für Coaching und Hypnotherapie. Im Zuge dessen kamen auch weitere psychologische Ausbildungen, wie z.B. Psychophysiognomik hinzu. Hier kann man nur anhand der Physiognomie, insbesondere des Gesichts und des Kopfes, viele Rückschlüsse auf den Charakter eines Menschen schließen. Was ich bei all meinen Klienten „geübt“ habe, sie einzuschätzen bevor sie den Mund aufmachen, bringe ich nun auf die Bühne oder ins Close-Up. Ich kann den Menschen eine ganze Menge über sich selbst erzählen, und sie sind mehr als erstaunt, oftmals total baff, woher ich das weiß. Durch Rückschlüsse und Verknüpfung mit anderen psycholgischen Prinzipien kann das erstaunlich genau werden und ins Detail gehen.


Z: Das ist ja hoch interessant . Wie reagieren deine Zuschauer/Kunden wenn Du Dich als ML vorstellst ?

Haben die dann nicht irgendwie auch Angst , dass Du vor den anderen „ Geheimes „ und „Verborgenes“ ans Tageslicht bringen könntest ?


E: Nein. Ich sage auch immer dass ich nichts Geheimes lesen kann. Ich bin kein Medium, nichts ist übernatürlich. Alles was ich lese ist die äußere Erscheinung und die Körpersprache.


Z: OK!! COLD READING ist ja auch eine ART von ML . Was unterscheidet Dich von

dieser Form?

 

E: Eine ganze Menge. Unter Cold Reading versteht man landläufig die Äußerung von sogenannten Allgemeinplätzen, d.H. das aufsagen von Sätzen die auf fast alle Menschen ähnlicher Ausprägung zutreffen. Z.B. einer Frau im mittleren Alter wird man immer sagen können dass jetzt bestimmte Dinge unwichtig werden (Kinder werden flügge) und dass sie sich gerade neu orientiert (oder dies muss). Dass die Ehe möglicherweise in einer Krise steckt (die Familie verkleinert sich wieder zur Partnerschaft, und die muss neu erarbeitet werden). Mit solchen Äußerungen hat man schon zu 70% einen Treffer. Ich selbst benutzte keine solcher Statements, ich lese tatsächlich individuell. Wie heißt es so schön in der Psychophysiognomie: „Keine Form ohne Information“. Was die meisten Menschen unbewusst ein Stück weit können (eine Säufernase kann jeder erkennen und darauf auf das Thema Alkohol schließen), habe ich von der Pike auf gelernt.


Z: Welche neuen Berufszweige und oder Ziele eröffnen sich dadurch für Dich?

Wer sind deine neuen Kunden/Auftraggeber?


E: Im Showbereich ist es für mich ein mich abgrenzen von den Mentalmagiern, da das Menschenlesen zu 100% authentisch und echt ist. Natürlich baue ich hier und da weiter mentalmagische Tricks ein, aber es werden immer weniger. 70% der Effekte meiner Show sind reine Psychologie und kein Trick. Neue Kunden habe ich dadurch nicht, es ist nur ein neues Angebot auf dem Markt.


Z: Gib unseren Lesern doch mal ein zwei Hinweise, dass z.B. dein Gegenüber lügt !


E : Das ist jetzt schwer zu beantworten, da dies nicht verallgemeinerbar ist, jeder Mensch reagiert anders. Bei den Augen gibt es z.B. 12 Blickrichtungen – und 18000 Augenausdrücke. Selbst wenn jemand seine Augen vollständig unter Kontrolle haben sollte (was schwer ist), redet auch der Rest seines Körpers. Und sei dies nur eine leichte Anspannung im Bereich seiner Stirne.


Z: Das müssen wir uns merken. Was aber, wenn Du einen Profi-Lügner vor Dir hast, einen der z.B. einen Lügendetektortest besteht ? Geht da auch was?


E: Ich mache keine Lügentests, das ist eher ein Thema für die Mentalmagier. Ich gehe auf andere Eigenschaften der Menschen ein. Meine Show ist weniger die typische Herausforderungssituation (Ich entlarve dich – versuche mir zu widerstehen) denn ein miteinander Erfolg haben. Dadurch habe ich das Publikum nicht gegen mich sondern auf meiner Seite. Das ist ein anderer Ansatz.


Z: Und nun eine etwas persönliche Frage : Nimmt man, wenn man diene Techniken und Wahrnehmungen beherrscht, nicht auch automatisch Freund und Partner „ unters

Visier“ , und wie kommen die damit klar ?


E : Ja klar! Sobald man mit solchen Schulungen beginnt kann man nicht anders als so gut wie jeden Menschen einzuschätzen, und sei es nur um zu üben. Meine Partnerin kommt damit gut klar, sie hat die Kurse mitgemacht und wir analysieren beide unsere Umwelt 


Z: Vielen Dank für deine offenen Worte.

Das klingt alles auf jeden Fall mächtig interessant und spannend, das möchte man am

Liebsten gleich einmal LIVE erleben.

Gibt es öffentliche Termine mit DIR in der nächsten Zeit?


E: Ich habe einen öffentlichen Abend am 19.12. in Weilburg, ansonsten bin ich momentan ausschließlich auf Firmen- oder Privatevents unterwegs.


Z: Und nun unsere letzten Fragen :

1. Welche Ziele hast Du noch ?

Ein Hauptziel ist der Aufbau eines Schulungszentrums für Humanistische Hypnose (HiQ) zusammen mit dem HiQ Institut Duisburg, wo wir Ärzte, Therapeuten, Coaches und auch Privatpersonen schulen. Die ersten Kurse sind schon erfolgreich über die Bühne gegangen. Da ist es für mich von Vorteil dass ich es gewohnt bin vor Menschen zu stehen.

2. Gibt es einen Menschen, mit dem Du gerne tauschen würdest?

Nein.

 

3. Welches ist deine Lieblingsstadt , warum lebst Du dann da / nicht ?

Ich habe keine Lieblingsstadt, aber eine Lieblingsregion: das Elsass. Leben kann ich dort nicht da ich mittlerweile zu 50% als Heilpraktiker arbeite, was ich in Frankreich nicht darf. An der Sprache würde es jedoch nicht scheitern …

 

4. Du darfst 5 Dinge auf eine einsame Insel mitnehmen ( Kein Netzempfang dort ::))

Die Frage ist wie lange ich da ausharren soll ... wenn es nur ein paar Wochen ist wären dies Bücher. Ein Lehrbuch über Pathophysiognomie, eins über Psychophysiognomie, und drei Bücher von Rudolf Steiner.

 

5. Hast Du einen Auftritt/ Engagement was Dir immer in Erinnerung bleiben wird ?

Positiv & negativ ?

Ich glaube mein erster Auftritt im Holiday-Park, das sogenannte „Vorarbeiten“, ist mir besonders in Erinnerung. Ich hatte mich für eine Saison beworben um damit den Sprung in die Selbständigkeit zu schaffen. Da hing also einiges dran. Es war eine Freilichtbühne, und kurz vor dem Auftritt begann ein starker Regen. Eine Person stand mit dem Regenschirm da, zwei weitere unter dem Vordach eines antiken Karussells, weiter weg. Das war mein Publikum. Letztlich haben sie mich doch genommen.

Z : Wir bedanken uns ganz herzlich für dieses Interview und werden es entsprechend bewerben.

Unsere besten Wünsche für dein weiteres Leben und deine Zukunft und weiterhin auf

gute Zusammenarbeit.

Redaktion Zauberer.de

 

 


E: Ja, Danke Dir auch!

 

 

 

 

 
 











 
 
 


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