Künstler - Zauberer

Klage gegen Kivelinge!

 
Besucher des Kivelingsfest fordert 10.000 € SchmerzensgeldPrügelbalken auf dem Volksfest

 

Auch im Juli 2011 fand Lingens historisches Volksfest, das Kivelingsfest, wieder statt. Sowohl jungen als auch älteren Besuchern wurde bei dieser Veranstaltung ein unterhaltsames Programm in einer historischen Atmosphäre geboten.
Hierbei durfte eine Attraktion natürlich nicht fehlen. Der Prügelbalken. Auf diesem Balken versuchen zwei Personen, die sich auf dem Balken gegenüber sitzen, den jeweils Anderen mit Hilfe von Stroh gefüllten Säcken auf den mit Strohballen ausgelegten Boden zu befördern. Bei diesem Spiel stürzte ein Mann, der zusammen mit seiner Lebensgefährtin teilnahm, unglücklich vom Prügelbalken, nachdem er das Gelichgewicht verloren hatte. Folgen dieses Sturzes war unter Anderem ein Schädel-Hirn-Trauma und eine Schiefstellung des Kopfes, die ihm dauerhafte Kopfschmerzen und Schwindelgefühle bescherten.
Ab dem 13. Februar dieses Jahres fand sich die 2. Zivilkammer des Osnabrücker Landgericht im Saal 189 zusammen. Der Kläger warf dem beklagten Verein eine Verletzung der Verkehrssicherheitspflicht vor, da der Boden unterhalb des Balkens nicht genügend mit Stroh abgesichert gewesen sei. Außerdem hätte der Boden zusätzlich mit Matten ausgelegt werden müssen, denn schon einen Tag zuvor sei es zu einem Unfall am Prügelbalken gekommen, so der klägerische Vorwurf. Allerdings widersprach der Verein den Vorwürfen des Klägers. Laut der Beklagten sei der Balken nämlich ausreichend gesichert gewesen und der Unfall sei nur durch einen übertrieben Absprung vom Prügelbalken, der als Showeinlage dienen sollte, zustande gekommen.
Neben den Aussagen der Beteiligten wurde zu dem auch ein Video, das den Unfall zeigt, bei den Verhandlungen vorgeführt werden.

Schließlich kamen die Richter der 2. Zivilkammer am 27. Februar zu dem Urteil, dass die Verkehrssicherheitspflicht in keinster Weise verletzt wurde. Da die Fläche unterhalb des Balkens neben der ausreichenden Sicherung durch Strohballen zusätzlich mit ca. 25 cm lockerem Stroh ausgelegt wurde, kann man den Veranstaltern keinerlei Vorwürfe machen. Zudem hätte dem Kläger bewusst seien können, dass der Prügelbalken durchaus die Gefahr einer Verletzung birgt. Somit wurde diesem die 10.000 € Schmerzensgeld, die der Kläger vom beklagten Verein verlangt hatte, nicht zugesprochen. Außerdem trägt er die anfallenden Kosten für das Gerichtsverfahren sowie die Anwaltskosten. 
 


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